SAMMLUNGEN UND HISTORISCHE RÄUME

GLAS UND KUNSTHANDWERK

Glas und Kunsthandwerk

In der umfangreichen Sammlung sind Gläser von der italienischen Renaissance bis zum Ende des 20. Jahrhunderts zu sehen.

Besonders bedeutend ist der Bestand an venezianischen Gläsern, der vor allem von Herzog Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha (1844-1900) zusammengetragen wurde.

Die Besichtigung ist wegen Umbauarbeiten derzeit nicht möglich.

Ab 19. April 2018 erstrahlt die Sammlung in neuem Glanz.

Nachfolgend einige Exponate aus der Glassammlung.

MILLEFIORIKUGEL

Die Millefiorikugel aus dem 16. Jahrhundert wurde in Venedig hergestellt.

Gebündelte bunte Glasfäden sind derart verschmolzen, dass sich im Querschnitt ein ornamentales Muster ergibt. Dünne Abschnitte dieser Glasstäbe werden in einem weiteren Vorgang aneinander gesetzt und erneut verschmolzen.

Die kunstvolle Kugel wird von einer Mohrenfigur bekrönt und diente ursprünglich als Tafelschmuck.

GROSSE SCHALE

Die große, kostbare Schale entstand in Venedig im späten 15. Jahrhundert und ist aufwändig mit Emailmalerei und Goldschupper verziert.

Venedig war führend in der Herstellung von farblosem Glas und belieferte die fürstlichen Höfe in ganz Europa mit seinen erlesenen Erzeugnissen.

REICHSADLERHUMPEN

Der in Oberfranken entstandene Reichsadlerhumpen aus dem Jahr 1662 ist ein äußerst repräsentatives Beispiel eines Emailglases.

Der Walzenhumpen ist mit einem doppelköpfigen Reichsadler mit Reichsapfel und Zepterkreuz vor der Brust dekoriert.

Auf den Schwingen sind die 56 Wappen der deutschen Kurfürsten, Reichsstände und Reichsstädte zu sehen.

STUDIOGLAS

Das Objekt "Cobalt Strade Form" aus dem Jahr 1977 stammt von dem amerikanischen Pionier der Studioglasbewegung Harvey K. Littleton.

Ausgebildet als Keramiker experimentierte er mit der freien Gestaltung von Glas und entwickelt einen kleinen, mobilen Ofen.

Dieser 1962 vorgestellte Studioofen revolutionierte die künstlerische Gestaltung von Modernem Glas und wurde für eine ganze Kunstgattung namensgebend.